Faire Mindestlöhne stärken die Berufslehre

15. Apr 2014   //   von Marco Kistler   //   Aktuell  //  Keine Kommentare

zysset

Autorin: Rahel Imobersteg, vpod

Die Gegner und Gegnerinnen der Mindestlohninitiative behaupten, dass sich Jugendliche von einem Mindestlohn von 4000 Franken dazu verführen liessen, keine Ausbildung zu machen. Ihre Argumente sind bar jeder Vernunft. Die Berufsschullehrerkräfte im VPOD sprechen sich klar für die Mindestlohninitiative aus. Weiterlesen >>

Mindestlohn Aktionstag

15. Apr 2014   //   von Kristina Schüpbach   //   Aktuell, Fotos  //  Keine Kommentare

Letztes Wochenende fanden in der ganzen Schweiz Aktionen für die Mindestlohn-Initiative statt. Hier ein paar Impressionen:

 

Mehr Lohn – attraktivere Lehre

14. Apr 2014   //   von Daniel Lampart   //   Aktuell  //  Keine Kommentare

Im Abstimmungskampf zur Mindestlohninitiative tauchen teilweise ziemlich abstruse Argumente auf. Beispielsweise, dass es tiefe Löhne brauchen würde, damit alle einen Job haben. Bereits das Bespiel Schweiz zeigt, wie falsch das Argument ist. Die Schweiz hat weltweit im Durchschnitt höchste Löhne und eine der tiefsten Arbeitslosenraten. Denkt man das Argument konsequent zu Ende, müssten beispielsweise Länder wie Spanien oder Portugal eine tiefere Arbeitslosigkeit unter den tiefer qualifizierten Arbeitskräften haben die Schweiz. Denn der Tieflohnsektor ist in diesen Ländern anteilsmässig wesentlich grösser als in der Schweiz (Daten Eurostat). Tatsächlich ist das Gegenteil der Fall. Portugal und Spanien haben wesentlich mehr Arbeitslose – auch wenn man die Konjunktureffekte – herausrechnet. Eine Gegenüberstellung von 24 europäischen Ländern zeigt keinen systematischen Zusammenhang zwischen der Grösse des Tieflohnsektors und der (strukturellen) Arbeitslosigkeit.

Hinter der Behauptung „tiefe Löhne = mehr Jobs für weniger Qualifizierte“ steht ein viel zu einfaches Bild des Arbeitsmarktes, bei welchem der Lohn der individuellen Produktivität entsprechen soll. Doch erstens ist die individuelle Produktivität schwer messbar – insbesondere wenn im Team gearbeitet wird. Zweitens hat nicht jeder für die gleiche Arbeit denselben Lohn. Beispielsweise verdient in der Reinigung: Ist jemand in einer Bank angestellt, welche Löhne gemäss Banken-GAV zahlt, so verdient er mindestens 50‘000 Fr./Jahr (bei Vollzeit). Arbeitet er hingegen für eine Reinigungsfirma, beträgt der Lohn mindestens rund 43‘000 Fr. (Vollzeit). Drittens gibt es Arbeitgeber, welche die Löhne drücken. Das zeigen beispielsweise die Berichte des Seco zu den Flankierenden Massnahmen. Für die gleiche Arbeit erhalten die Angestellten in „Dumpingfirmen“ weniger Lohn als anderswo.

Ziemlich abstrus ist auch das Argument, dass junge Erwachsene keine Lehre mehr machen würden, wenn alle mindestens 4000 Fr./Mt. verdienen. Denn bereits heute ist es einfach möglich, ohne Lehre 4000 Fr. und mehr zu verdienen. Im Bau wird beispielsweise für Hilfskräfte mehr als 4600 Fr./Mt. (x13) bezahlt. Dennoch machen die Jungen eine Lehre – weil sie etwas lernen und auch weil sie nicht als Hilfsarbeiter enden wollen. Schlimmer ist, dass viele, die eine Lehre gemacht haben, danach weniger als 4000 Fr. haben. Beispielsweise eine Schuhverkäuferin, welche die Sek abgeschlossen, danach eine dreijährige Lehre gemacht und Erfahrungen im Beruf gesammelt hat. Würden gelernte Verkäuferinnen 4000 Fr. verdienen, wäre das Argument für die Lehre.

Faire Löhne stärken die Schweiz

11. Apr 2014   //   von Stefan Rüegger   //   Medienmitteilungen  //  Keine Kommentare

Umfrageergebnisse im Vorfeld von Abstimmungen sind mit grosser Vorsicht zu interpretieren. Das hat zuletzt der 9. Februar gezeigt. Dem Schweizerischen Gewerkschaftsbund, seinen Mitgliedsverbanden und Partnerorganisationen bleibt nun ein guter Monat, um die Stimmberechtigten davon zu überzeugen, am 18. Mai zur Mindestlohn-Initiative ein Ja in die Urne zu legen und die Tieflohn-Schande zu beseitigen. Weiterlesen >>

Der „Tieflohnskandal der Woche“

8. Apr 2014   //   von Marco Kistler   //   Aktuell  //  Keine Kommentare

Am 18. Mai stimmt die Schweiz über die Mindestlohn-Initiative ab. Bis dahin werden der Schweizerische Gewerkschaftsbund und seine Mitgliedsverbände jede Woche den „Tieflohnskandal der Woche“ präsentieren. Die prämierten Fälle werden auf der Website www.tieflohnskandal.ch bekanntgegeben. Mit dieser Aktion wollen die Gewerkschaften in Erinnerung rufen, dass in der Schweiz knapp 10 Prozent der Arbeitnehmenden weniger als 22 Franken pro Stunde oder bei einem Vollzeitjob weniger als 4000 Franken pro Monat verdienen. Ein Leben in Würde ist mit solch tiefen Löhnen schwierig. Betroffene müssen eng rechnen, sind teilweise aus dem gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen und können unerwartete Ausgaben – etwa für den Zahnarzt – nicht schultern. Da sich viele Firmen weigern, die Löhne und Arbeitsbedingungen in einem Gesamtarbeitsvertrag zu regeln, braucht es einen gesetzlichen Mindestlohn.

stempfel-deutsch

 

GPK-Bericht anerkennt Handlungsbedarf bei Tieflöhnen

4. Apr 2014   //   von Stefan Rüegger   //   Aktuell  //  Keine Kommentare

Während der parlamentarischen Beratungen zur Mindestlohn-Initiative haben Bundesrat und Parlament die Tieflohn-Problematik konsequent heruntergespielt. Das belegt nun auch ein Bericht der Geschäftsprüfungskommission (GPK) des Nationalrates.

Dieser stellt fest: 60 Prozent der Sozialhilfeempfänger mit EU-Pass haben zwar einen Job, sind jedoch wegen Tieflöhnen zusätzlich noch auf Sozialhilfe angewiesen. Er bestätigt damit, dass die Steuerzahlenden heute via Sozialhilfe Tieflöhne subventionieren. Ökonom Beat Baumann beziffert die Höhe dieser Subventionen auf schweizweit 100 Millionen Franken. Das ist vor dem Hintergrund von Sparpaketen und Leistungsabbau in vielen Kantonen ein Skandal. Die Subvention von Tieflöhnen ist unhaltbar, weil sie diejenigen Arbeitgeber benachteiligt, welche heute schon faire Löhne bezahlen.

Weiter fordert der Bericht vom Bundesrat Massnahmen, „damit mit den Löhnen die Lebenserhaltungskosten gedeckt werden könnten“. Die GPK anerkennt damit, dass in der Tieflohnproblematik dringender Handlungsbedarf besteht. Auf diesen Handlungsbedarf weisen die Gewerkschaften schon seit Jahren hin. Dass diese Erkenntnis nun endlich auch im Bundeshaus angekommen ist, ist erfreulich. Doch sie kommt auch reichlich spät.

Nun hat es die Bevölkerung in der Hand. Am 18. Mai stimmt die Schweiz über die Mindestlohn-Initiative der Gewerkschaften ab. Sie setzt den Tieflohn-Subventionen ein Ende, entlastet die Sozialhilfe um 100 Millionen und schafft faire Löhne für alle.

Die Schlaumeiereien der Gastro Suisse

4. Apr 2014   //   von Kristina Schüpbach   //   Aktuell, Medienberichte  //  Keine Kommentare

Heute wird die Abstimmungszeitung des Schweizerischen Gewerbeverbandes (SGV) gegen die Mindestlohninitiative in alle Haushalte verteilt. Mit welchen Fantasie-Zahlen Gastro Suisse Direktor Hannes Jaisli um sich wirft, deckt heute die Aargauer Zeitung auf. Weiterlesen >>

“22 Franken pro Stunde soll allen, die arbeiten, Unabhängigkeit ermöglichen”

2. Apr 2014   //   von Daniel Lampart   //   Aktuell, Medienberichte  //  Keine Kommentare

SGB-Chefökonom Daniel Lampart über die Ziele der Mindestlohninitiative, sture Verbände und mehr Lohn für Frauen.

Daniel Lampart, 45, ist Chefökonom des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes (SGB). Er kämpft für die Einführung eines flächendeckenden Mindestlohns von 22 Franken pro Stunde. Lampart ist überzeugt, dass die Mindestlohninitiative die Lohngleichheit zwischen Mann und Frau fördert und ein probates Mittel ist, um die Zuwanderung von Billigarbeitskräften zu bremsen. Weiterlesen >>

Interview mit der Sonntagszeitung, 30. März 2014

Lohndrückerei bei Lokführern

1. Apr 2014   //   von Marco Kistler   //   Aktuell  //  Keine Kommentare

Neu sollen in der Schweiz italienischstämmige Lokführer in der Schweiz zu Löhnen von weit unter 4000 Franken angstellt werden. Dies würde einen massiven Lohndruck auf die heute üblichen Lokführer-Löhne bedeuten. Mit der Annahme der Mindestlohn-Initiative kann dieser Skandal verhindert werden.

Weiterlesen beim SEV – Gewerkschaft des Verkehrspersonals

Caritas befürwortet Mindestlohn-Initiative

1. Apr 2014   //   von Kristina Schüpbach   //   Aktuell  //  Keine Kommentare

Caritas Schweiz sagt Ja zur Initiative «Für den Schutz fairer Löhne». Das Volksbegehren setzt einen wichtigen Meilenstein zur Realisierung eines existenzsichernden Einkommens. Mit der Festlegung eines gesetzlichen Mindestlohnes für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer verbessert die Initiative die Lage vieler Working Poor. Da Frauen überproportional in Tieflohn-Segmenten der Wirtschaft vertreten sind, sorgt die Initiative auch für mehr Gleichstellung auf dem Arbeitsmarkt.

Weiterlesen bei Caritas Schweiz>>

Seiten:123456789»




Mindestlohn-Newsletter

Leserbrief-Newsletter

Facebook